Don Menza Quartet

Don Menza Quartet
Samstag | 24. März 2018 | 21:00 Uhr


Saxophonlegende Don Menza, der am 22. April seinen 82. Geburtstag feiert, schreibt seit über 60 Jahren die Historie des Jazz mit. Seine ersten musikalischen Schritte tat der Tenorsaxophonist in der Zeit des Übergangs vom Swing zum Bebop. Mit kraftvollem Atem und sattem Ton setzte er sich gegen die Widerstände seiner Zeit durch, als der Beruf des Musikers in seiner Heimatstadt Buffalo im Bundesstaat New York eher als unanständige Art des Broterwerbs galt. In seiner Musik ging es ihm immer auch darum, die verschiedenen „Stilrichtungen zu vereinen. Er nahm den konsequenten Drive, das hastige Immer-weiter-Treiben des Bebop und verband dies mit der lustvoll-wogenden, nostalgischen Note des Swing zu einer fulminant ausschweifenden, klanglich satten Stilistik, die sich vor allem durch eine enorme Intensität auszeichnet. Auf diese Weise ist Menzas Bebop entspannter, steht weniger unter Strom. Dafür besticht er vor allem durch melodiösen Gesang und gönnt sich eine reichere Differenzierung, selbst im rasenden Quasi-Glissando der Soli“ (SZ, Reinhard Palmer). Er spielte mit Größen wie Buddy Rich, Elvin Jones, Natalie Cole, Pat Boone, Louie Bellson und Leonard Cohen sowie in den Big Bands von Maynard Ferguson, Stan Kenton und der Kenny Clarke/Francy Boland Big Band. In den Sechzigerjahren lebte und spielte er auch in Stuttgart und München, in der 7. US Army Band, im Orchester von Max Greger und im Jazzensemble des Bayerischen Rundfunks wie auch auf den legendären Jamsessions im Schwabinger Jazzclub Domicile. „Der große, aufrechte, einst rothaarige Glatzkopf begeistert… mit seinem Schalk im Nacken und seiner spielerischen Autorität. Geschmeidig und kraftvoll ist sein Sound, gehaltvoll sind seine Erzählungen – musikalisch und verbal“ (BR Klassik).