Pat Martino Trio

Pat Martino Trio
Mittwoch | 11. April 2018 | 21:00 Uhr


„Pat Martino ist eine wahre Ikone des Modern Jazz. Sein schneller, kräftiger Stil inspirierte mehr als eine Musikergeneration, und sein Ruf als genialer Gitarrist geht weit über die Grenzen der Jazzwelt hinaus. Leidenschaft und Disziplin sind für ihn die Schlüssel zur perfekten Beherrschung seines Instruments“ (Arte TV). Der US-amerikanische Jazzgitarrist mit italienisch-arabischen Vorfahren spielte seit seinem zwölften Lebensjahr Gitarre, stand mit Fünfzehn auf der Bühne, wurde noch vor seinem achtzehnten Geburtstag zur Ikone erklärt und spielte mit Red Holloway, Lloyd Price, James Moody, Eric Kloss und John Handy. Beeinflusst von weißem wie schwarzem Jazz und Soul und Rock, nahm er bahnbrechende Alben wie ‘Strings!’, ‘Desperado’, ‘El Hombre’ und ‘Baiyina’ auf. Seit 1979 unterrichtete er am Guitar Institute of Technology in Los Angeles. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit Mitte Dreißig kostete ihm ein Gehirn-Aneurysma aufgrund einer angeborenen Arterienfehlbildung beinahe das Leben. Als er nach zwei Notoperationen erwachte, war er „dropped cold, empty, neutral, cleansed, … naked.” Ein weitreichender Gedächtnisverlust führte dazu, dass er zeitweilig das Interesse am Gitarrespielen und den Zugang zu seinen musikalischen Fähigkeiten verlor. Durch intensives Studium seiner eigenen historischen Aufnahmen und mit Hilfe von Computertechnologie gelang es ihm jedoch, seinen Gedächtnisverlust umzukehren. Seit 1984 trat er wieder auf und spielte das Album ‘The Return’ ein, sein wirkliches Comeback hatte er allerdings erst, nachdem ihm 1994 ein Gehirntumor entfernt wurde. „Heute ist Pat Martino eine feste Größe in der Bebop-Szene, verknüpft aber gerne unterschiedlichsten Einflüsse. Er beeindruckt durch seine Improvisationen und seine nahezu perfekte Spieltechnik“ (Arte TV) und seine Experimente mit zwölf Seiten und Gitarrensynthesizern. „Seine strömenden Linien und ungewöhnlichen harmonischen Auslegungen, sein Picking-Staccato mit dickem weichem Plektrum und atemberaubendem Tempo machen ihn unverwechselbar“ (Martin Kunzler, Jazzlexikon).

Foto © Jimmy Katz